Geisenfelder Ferienpass 2011
Auch dieses Jahr konnten im Rahmen des Geisenfelder Ferienpasses 15 Windradbauer -Buben und -Mädchen im Alter zwischen 9 und 11 Jahren bei dieser Aktion teilnehmen.
Dass es diese Ferienveranstaltungen seit nunmehr 19 Jahren gibt ist dem unermüdlichen Einsatz des Geisenfelder Ferienpassteams Elke Weber, Petra Meixensberger, Martina Rehm und Hans Arnold zu verdanken.
Den jungen Ferienhandwerkern standen mit Rat und Tat Siegfried Klein (Senior Meister der Lehrwerkstatt) , Stefan Niedermeier (Meister der Lehrwerkstatt) und Georg Grünwald (Geselle) zur Seite. Das unglaublich einfache Konzept zum Bau des Flügelrads und der Nabe wurde von den Meistern entwickelt und passend hierzu spezielle Werkzeuge gefertigt, um den jungen Teilnehmer zu ermöglichen ihr Windrad komplett selber bauen zu können. Natürlich immer unten den wachsamen Augen der drei WOLF Mitarbeiter.
Tatkräftig gingen die 15 Windradbauer ans Werk, nachdem sie auf die Arbeitsplätze verteilt und ihnen die ersten Schritte gezeigt wurden. Hier fand jeder kleine Hobbybastler eine Box mit sämtliche Arbeitsutensilien. Los ging es mit der Blechschere, mit der die Kinder die bereits vorgestanzten Flügel aus den Formen heraustrennten, die Nasen wegzwickten und anschließend mit der Feile von den scharfen Kanten befreiten. Für eine höhere Stabilität der Flügel, wurden diese anschließen in der Kantpresse mittig abgewinkelt. Die Laschen an der Grundplatte zur Befestigung der Flügel wurden am Schraubstocks mit einem eigens für diesen Zweck hergestellten Werkzeug exakt auf optimalen Winkel gebogen. Das für die Laufleichtigkeit notwendige Lager positionierten die Windradbauer mit einer Presse in das passende Nabenteil.
Zur Halbzeitpause in der die Kinder begeistert über das bereits Geschaffte erzählten und wissbegierig die Meister der Lehrwerkstatt nach den nächsten Schritten löcherten, gab es „a g´scheite Brotzeit“.
Ein weiteres Highlight erwartete die jungen Schrauber als es galt mit Pressluftnietendrücker die Windradflügel mit der Bodenplatte zu vernieten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ein jeder hell auf und begeistert, denn die Fertigstellung war nun zum greifen nahe.
Alle bereits gefertigten Einzelteile wurden nacheinander miteinander verschraubt bzw. vernietet. Um 18 Uhr waren bereits die ersten zwei Kinder fertig, was erwartungsgemäß bei den anderen Kindern den Ehrgeiz weckte auch möglichst schnell fertig zu werden. Hier war das pädagogische Können der Ausbilder gefragt, um die eifrigen Kinder möglichst geordnet an das gewünschte Ziel zu führen und den Überblick über die bereits gefertigten Teile nicht zu verlieren.
Freudig empfingen kurz nach 19 Uhr die Eltern ihre Kinder und waren erstaunt zu welchen Fertigkeiten ihre Sprösslinge im Stande waren. Diese präsentierten mit einem Lächeln ganz stolz ihr selbst gebautes Windrad. Die erste Belohnung erhielten die großen Baumeister und Baumeisterinnen schon auf den Weg nach draußen wo der Wind pfiff und dadurch die leichtgängigen Aluwindräder sich wild drehten. Sicher findet jeder für sein selbst gefertigtes Windrad einen Ehrenplatz und wird sich immer wieder gerne und stolz auch als dann Erwachsener an die Stunden bei WOLF erinnern.
Die Geschäftsleitung der Firma WOLF will sich an dieser Stelle noch bei den Eltern bedanken für ihr entgegengebrachtes Vertrauen und bei den Kindern für die Freude, die sie allen Beteiligten geschenkt haben. Vielleicht ist diese kleine Nachlese ein Ansporn für weitere Firmen aus der Region, sich im nächsten Jahr auch am Geisenfelder Ferienpass mit eigenen Aktionen zu beteiligen? Schön wär‘s.