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Aktuelle Meldungen aus dem Bereich Lackieranlagen

Entspannte Schräglage

Die Power Stage von WOLF sorgt für Ergonomie, Effizienz und Qualität bei der Applikation. Zu den überzeugten Kunden zählt das Autohaus Picker im österreichischen Schwaz.

Einen etwas trüben Tag haben wir für unseren Besuch in Schwaz in Tirol erwischt, wo die Firma Picker vor ziemlich genau einem Jahr ein richtungsweisendes Karosserie- und Lackierzentrum gebaut hat. Doch so grau und bedeckt es draußen auch ist – kaum betritt man die Werkstatt, wird es licht und hell. Eine großzügige Glasfassade, ein heller Boden und vor allem breite Halogenbänder an der Hallendecke und über den Multifunktionsarbeitsplätzen, die den Vorbereitungsbereich beherrschen, sorgen für eine lichtdurchflutete, angenehme Atmosphäre. „Uns war es beim Neubau extrem wichtig, ein helles, freundliches Arbeitsambiente zu schaffen“, erläutert Johann Picker, der innerhalb der Geschäftsführung neben dem Verkauf auch für Infrastruktur und Bauprojekte zuständig ist. „Die Mitarbeiter sollen nicht nur optimale Sicht bei der Arbeit haben, sie sollen sich auch wohlfühlen. Daher haben wir zum Elektriker gesagt: Pack alles rein!“

Einfach, aber genial

Alles „reingepackt“ wurde auch in den Kabinentrakt, der wie der komplette Lackierbereich von WOLF Anlagen-Technik geplant, geliefert und montiert wurde. Zu den auffälligsten Features gehört die drehbare Lackierbühne Power Stage, die in eine TAIFUNO-Kombikabine integriert wurde. Das einfache, aber geniale Konzept bringt das Fahrzeug durch Rotation der drehbar gelagerten Bühne in die optimale Lackierposition – stufenlos, blitzschnell und kinderleicht per Touch-
screen-Display an der Kabinenwand. „Wir haben uns während der Planungsphase eine Power Stage in einem benachbarten Lackierbetrieb angeschaut und waren sofort davon überzeugt, dass sich damit die Arbeitsbedingungen in der Kabine erheblich optimieren lassen“, erinnert sich Johann Picker. „Der Lackierer arbeitet hier einfach in einer ergonomisch entspannten Haltung, und dies ermöglicht einen ermüdungsfreien und kräftesparenden Lackiervorgang. Letztlich wird dadurch natürlich auch die Fehlerquote minimiert.“

Optimale Kontrolle

Ähnlich sieht das Lackiertechniker Stefan Plattner. „Wir sind einfach schneller“, ergänzt er, „zum Beispiel, wenn Radläufe auslackiert werden oder wenn ein Dach beschichtet werden muss. Man muss sich keinen Tritt, keine Leiter, kein Podest besorgen, sondern kann das Dach bequem in einem Rutsch durchlackieren, ohne die Seite zu wechseln.“ Dazu reicht in aller Regel bereits eine Neigung der Bühne um 20 Grad. Bei steileren Winkeln müsste das Fahrzeug mit Gurten fixiert werden. Ein großer Aufwand ist das nicht, doch in der Praxis wird die Fixierung, so Stefan Plattners Erfahrung, fast nie benötigt – ganz anders als die Drehbühne selbst. Bei etwa 80 Prozent aller Lackierungen wird bei Picker die Power Stage eingesetzt – nicht nur, weil das Arbeiten komfortabler ist, sondern auch, weil die lackierte Fläche viel besser kontrolliert werden kann, während des Lackierens und danach. Kleiner Nebeneffekt: Die frisch lackierten Flächen stehen durch die Neigung auch günstiger im Kabinenluftstrom und lüften somit schneller ab. Die Absaugung erfolgt über die gesamte Oberfläche und zusätzlich an der jeweils frei liegenden Seitenfläche der Power Stage. In die Bodenfläche der Power Stage sind herausziehbare Filterkassetten eingebaut. Der Wechsel der Filter erfolgt komfortabel, indem bei schräg gestellter Bühne die Kassetten wie Schubladen herausgezogen, mit neuen Filtern versehen und wieder eingeschoben werden.

„Wir würden uns jederzeit wieder für diese Lösung entscheiden“, resümiert Johann Picker, „nicht nur, weil sie hilft, Qualität und Effizienz in der Lackierung zu steigern. Auch stellen wir fest, dass die Suche nach Fachkräften schwierig wird. Umso wichtiger ist es, mit hochmoderner und ergonomischer Ausstattung die vorhandenen Mitarbeiter zu motivieren und potenzielle Mitarbeiter zu überzeugen. Die Power Stage ist dabei ein ganz starkes Argument.“ 

Originalartikel: LA_Lackierblatt/03/2026 - Seite 16 
Fotos: M.Rehm